Opioide für Kleintiere

Veröffentlicht von Ich liebe Tierarzt

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Was sind Opioide für Kleintiere?

Opioide für Kleintiere sind starke Schmerzmittel, die die Schmerzwahrnehmung des Körpers verändern. Diese Medikamente werden seit Jahrzehnten zur Linderung chronischer Schmerzpatienten eingesetzt, haben aber auch ihren Weg in die Veterinärmedizin gefunden. Die Frage ist, wie unterscheidet sich die Verwendung von Opioiden bei Tieren von der Verwendung beim Menschen?

Opioide sind stark suchterzeugende Substanzen, die bei Missbrauch gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen können. Aus diesem Grund ist es für Tierärzte von entscheidender Bedeutung, eng mit Kunden zusammenzuarbeiten, die diese Medikamente als eine Form der Komforttherapie verabreichen möchten. Es ist wichtig, dass Tierärzte ein gründliches Verständnis davon haben, wie Opioide im Körper wirken, sowie die möglichen Nebenwirkungen.

Infografik zu Opioiden für Kleintiere

Häufige Verwendung von Opioiden bei Kleintieren

Opioide werden häufig zur Schmerzbehandlung bei Hunden und Katzen mit natürlichem Schmerzniveau sowie bei solchen, die unter chronischen oder starken Schmerzen leiden, eingesetzt. In den letzten Jahren wurden diese Medikamente zunehmend von Tierärzten zur Linderung von Schmerzen bei experimentellen Operationen eingesetzt.

Experten schätzen, dass mehr als 50 Millionen Amerikaner und 700 Millionen Menschen weltweit irgendeine Form von Opioid-Medikamenten gegen chronische oder starke Schmerzen verwenden. Das Hauptziel dieser Therapie ist es, die Schmerzen des Tieres zu reduzieren.

Opioide können auch vor tierärztlichen Eingriffen wie Kastration und Kastration sowie vor kleineren medizinischen Eingriffen wie Zahn-, Augen- und Ohrenpflege verwendet werden. Tierärzte können diese Medikamente auch Haustieren mit Krebs oder anderen schweren Krankheiten verabreichen, um ihre Schmerzen während der Behandlung zu lindern.

Obwohl gezeigt wurde, dass Opioide die Schmerzen bei einer Vielzahl von Erkrankungen lindern, bergen diese Medikamente ein hohes Missbrauchsrisiko. Tatsächlich können Nebenwirkungen des Opioidkonsums extrem gefährlich und in einigen Fällen sogar tödlich sein.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Tiere eine Abhängigkeit von diesen starken Medikamenten entwickeln. Sie sind oft auf Opioide angewiesen, auch wenn sie sie nicht brauchen. Dies kann zu fatalen Folgen wie Überdosierung und versehentlicher Vergiftung führen.

Opioidsucht

Die Kleintier-Opioid-Verbindung in der Veterinärmedizin

Tierärzte sind genau wie ihre menschlichen Kollegen demselben Druck ausgesetzt, der gefährliche Verschreibungspraktiken beeinflussen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Tierärzte eng mit den Tierhaltern zusammenarbeiten, wenn sie den Einsatz von Opioiden bewerten. Diese Medikamente müssen mit Vorsicht verschrieben werden, damit die Tiere keine Abhängigkeit davon entwickeln.

Laut der American Veterinary Medical Association (AVMA) gibt es mehrere Indikationen, wenn es um Therapien geht Opioide bei Tieren.

Opioide für Kleintiere

Morphin (Mu-Agonist)

Anwendung: mäßige/starke Schmerzen
Höhere Dosis: gute Sedierung

  • Verursacht Erbrechen
  • Risiko einer Histaminreaktion bei intravenöser Verabreichung
  • Wirkungszeit: 20-30 Minuten
  • Wirkungsdauer: 2-4 Stunden
  • Dosis: 0.1-1.0 mg/kg IM

Methadon (Mu-Agonist)

Anwendung: mäßige/starke Schmerzen
Nicht so gute Sedierung, wenn es alleine verwendet wird

  • Kein Erbrechen
  • Wirkungszeit: 20-30 Minuten
  • Wirkungsdauer: 2-4 Stunden
  • Dosis: 0.1-1.0 mg/kg IM

Pethidin (Mu-Agonist)

Anwendung: mäßige/starke Schmerzen
Fragwürdige Sedierung bei alleiniger Anwendung

  • Risiko einer Histaminreaktion bei intravenöser Verabreichung
  • Wirkungszeit: 15-20 Minuten
  • Wirkungsdauer: 1 Stunde
  • Dosis: 1-5 mg/kg IM

Fentanyl (mu-Agonist)

Gute Beruhigung mit hohen Dosen

  • Wirkungszeit: 5 Minuten IV
  • Wirkungsdauer: bis zu 15 Minuten IV
  • Dosis IV: 2-10 µg/kg (im Wachzustand) 1-2 µg/kg (anästhesiert), 2-10 µg/kg/Stunde (Infusion)

Butorphanol (Agonist/Antagonist)

Anwendung: leichte/mäßige Schmerzen
Gute Beruhigung mit hohen Dosen

  • Wirkungszeit: 10-15 Minuten (IM)
  • Wirkungsdauer: 1-2 Stunden (IM)
  • Dosis: 0.1-0.4 mg/kg IM

Buprenorphin (partieller Agonist)

Anwendung: leichte/mäßige Schmerzen
Kann als wirksames Sedierungsmittel bei Katzen verwendet werden

  • Wirkungszeit: 45-60 Minuten
  • Wirkungsdauer: 4-8 Stunden (eine Erhöhung der Dosis verlängert die Wirkungsdauer)
  • Dosis: 0.02-0.05 mg/kg IM

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AUTOR

Projekt zur Unterstützung und Verbesserung der Veterinärmedizin. Teilen von Informationen und Anregen von Diskussionen in der Veterinärgemeinschaft.

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